Ratschläge für Angehörige

Ratschläge von Morbus Sudeck Betroffenen an Angehörige

Sandabdruck
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  • Nehmen Sie die Erkrankung Ihres Partners/in, Familienangehörigen ernst und informieren Sie sich gemeinsam über die Therapiemöglichkeiten und die eventuell möglichen Langzeitfolgen des Betroffenen in beruflicher und familiärer Hinsicht
  • Morbus Sudeck Betroffene sind in Ihrem alltäglichen Umgang nicht immer „einfach“. Die Krankheit ist zum Teil mit „höllischen“ Schmerzen verbunden, die von den Betroffenen nicht immer „kontrollierbar“ sind und zu Mißstimmungen führen können
  • Bringen Sie Verständnis und Einfühlungsvermögen für Ihren Partner/in, Familienangehörigen auf. Die wichtigste Medizin von Ihrer Seite ist Liebe und Zuneigung für den Betroffenen und Vertrauen in den Behandlungsverlauf der Therapeuten
  • Nehmen Sie sich persönlich auch die Möglichkeit einer „Auszeit“ von der chronischen Krankheit Ihres/r Partner/in, Familienangehörigen und tauschen Sie sich mit Freunden und Bekannten aus
  • Eine gemeinsames Gespräch mit dem Betroffenen und einem erfahrenen Psychotherpeuten kann unter Umständen sehr hilfreich sein
  • Denken Sie immer daran, die Krankheit des Betroffenen ist heilbar, aber es benötigt Zeit und die „richtige“ Therapie
  • Nehmen Sie genau wie der Betroffene diese Erkrankung an

13 Dinge, die man nicht einem chronischen Schmerzpatienten mit Morbus Sudeck sagen sollte

Mann depressiv
(c) 1und1
  1. Du siehst gar nicht krank aus…
  2. Vielleicht sollst Du mehr aktiv werden…
  3. Du kannst lernen damit umzugehen…
  4. Du musst einfach nur Deine Schmerzen ausschalten…
  5. Das ist alles nur in Deinem Kopf…
  6. Das geht schon vorbei…
  7. Du hast einfach nur einen schlechten Tag…
  8. Du musst einfach mehr Übungen machen…
  9. Das kann doch gar nicht so schlimm sein…
  10. Du musst mehr positiv sein…
  11. Das bildest Du Dir doch nur ein…
  12. Es könnte noch schlechter sein…
  13. Es gibt Leute, denen geht es doch noch viel schlechter…

Dies sind Aussagen, die tagtäglich den Betroffenen zu Ohren kommen.

UNSER PERSÖNLICHER AUFRUF!

Liebe Freunde und Angehörige der Betroffenen, bitte versucht, diese Aussagen zu vermeiden und gehe positiv und „neutral“ mit Betroffenen um. Die Krankheit belastet sehr die Psyche, da CRPS-Patienten 24 Stunden am Tag, 31 Tage im Monat, 365 Tage im Jahr mit zum Teil höllischen und für das Umfeld nicht sichtbaren Schmerzen leben müssen.